Alt und Neu im Wandel
Unser Garten um die alte Getreidemühle
1979 kauften meine Eltern die Spielmannsmühle in Bärenbach und fingen an, sie zu renovieren (Wasser, Heizung, Decken usw.). Jeder von uns hat sich eingebracht. Das Erste, was mir am Herzen lag, war der Bauerngarten. Dann ein Sichtschutz aus Sträuchern. Es folgten Hochbeete am Bach und im Hof, sowie Natursteinmauern um den Höhenunterschied im Hang abzufangen. Zum Glück hatten wir viele Helfer und viel Freude. Zu der Zeit wohnte ich noch in Göttingen, aber immer im Urlaub war ich da, pflanzte, pflegte und pflasterte mit meinem Vater den Hof. Im Bauerngarten kämpfte ich mit meterhohen Brennesseln - jedes Mal von neuem. Die erste Uferbefestigung am Bach pflanze mein Bruder mit Erlen, eine weitere notwendige Uferbefestigung aus Erlen und Weidengeflecht baute ich mit meiner Tochter 2021.
2017 begann ich in der onkologischen Reha in Bad Kreuznach als Kunsttherapeutin und zog nach Bärenbach. Eine Grundstruktur hatte ich ja geschaffen. Nun kamen Kompost und Gemüse dazu.
Mir geht es in der Gartenpflege wie in der "Seelenpflege" darum, das was man mag, was bleiben soll, auf unterschiedliche Weise zu fördern, sodass es sich mehrt und festigt. So ist ein wilder und naturnaher Garten entstanden, in dem sich auch Tiere wohlfühlen. Beim Sensen z. B. begegnet mir jeden Tag eine andere Blindschleiche, die mich erfreut.
Ein weiteres Thema wurde das Altern des Gartens und der "Pflegerin". So haben tote Bäume genauso ihren Platz (u.a. für Spechte), wie plötzlich auftauchende wilde Rosen.
Es ist ein Prozess, eine Mischung, einerseits den eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht zu werden, andererseits immer wieder neue Projekte umzusetzen: ein sich langsam entwickelnder Steingarten dort, wo das Mähen auf den Mauern riskant wird oder ein Schattenbeet. Einfach, weil es mir Freude bereitet. Manches wird allerdings von den Wühlmäusen torpediert, die sich ganz offen zeigen und nur verschwinden, wenn man auf sie zugeht. Mit dem Chef der Wühlmaushorde konnte ich noch kein vernünftiges Friedensabkommen abschließen, obwohl ich zu Gebietsabtretungen (Wiesenfläche) bereit bin. Dann eben leben und leben lassen. Solange es Freude macht, halte ich mich im Garten fit und jung.
Viktoria Moosmayer
Talstraße 28
55758 Bärenbach
Tel. 06784-7928 / 0151-19122182
Homepage / Email
Meine Termine
14. Juni 2026,10:00-18:00 Uhr: 1. Tag der offenen Gartentür
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.
Besondere Aktionen an diesem Tag:
- Mini-Flohmarkt
- Kaffee & selbst gebackene Kuchen
- Kräutertee aus dem Garten
- deftige Häppchen
04. Juli 2026,10:00 Uhr: Gartenträume - Malen für die Seele
Inmitten von Garten und Natur mit Farben und Formen experimentieren und sich selbst entdecken.
- Dauer: 2 Stunden
- Kosten: 30,00 Euro/Person
- Teilnehmerzahl: max. 5 Personen
- Anmeldung: bis 28.06.2026 unter Email oder Tel. 0151-19122182